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Jusos Rheinland-Pfalz vertrauen auf Kurt Beck

Allgemein

Bedauern wegen Platzecks Rücktritt – Mit Kurt Beck verbinden Jusos Hoffnung auf Konstanz in der Parteiführung, offene Kommunikation mit der Basis und klares soziales Profil in der Programmdebatte

MAINZ. Zum gestrigen Rücktritt von Matthias Platzeck vom Amt des SPD-Vorsitzenden und zur Wahl seines designierten Nachfolgers Kurt Beck durch das Präsidium erklärt die Juso-Landesvorsitzende Sonja Pellin:

„Die Jusos Rheinland-Pfalz bedauern den Rücktritt von Matthias Platzeck vom Amt des Parteivorsitzenden außerordentlich, denn er hat der SPD Selbstbewusstsein zurückgegeben, stand für eine Eigenständigkeit der SPD in einer Großen Koalition und für die Verjüngung der Partei. Zugleich ist die Motivation seines Rücktritts nachvollziehbar, verständlich und ihr gebührt Respekt angesichts der Schwere der Entscheidung sowohl vor dem persönlichen als auch vor dem parteipolitischen Hintergrund. Wir wünschen Matthias Platzeck gute Besserung und danken ihm für sein Engagement an der Spitze der SPD.

Die Entscheidung des Präsidiums, Kurt Beck zum Nachfolger von Matthias Platzeck vorzuschlagen, bewerten die Jusos Rheinland-Pfalz mit gemischten Gefühlen: Einerseits sind wir sehr stolz, dass unser Landesvorsitzender und Ministerpräsident Kurt Beck mit solch einer verantwortungsvollen Position betraut werden soll. Auch sehen wir die positiven Potentiale der Verbindung der Ämter des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und des Parteivorsitzenden.
Auf der anderen Seite hätten wir „unseren Kurt“ natürlich am liebsten ganz in Rheinland-Pfalz. Allerdings sehen wir die Notwendigkeit, dass sich Kurt Beck der Verantwortung stellt und die SPD aus dieser schwierigen Lage führt. Wegen seiner langjährigen Erfahrungen in Landes- und Bundespolitik sind wir überzeugt, dass er bestens für die Aufgabe geeignet ist, Konstanz und Ruhe in die Partei zu bringen.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Kurt Beck als neuem Parteivorsitzenden und erhoffen uns eine Fortführung des neuen offenen Führungsstils in der SPD, der unter dem Leitwort „Teamarbeit“ steht, und Impulse für eine aktive Mitgliederpartei, für die er wie kein zweiter durch seine bisherige Arbeit im Parteivorstand steht. Für die offenen Debatten in der gerade anlaufenden Programmkommission sehen wir Kurt Beck als Politiker mit klarem sozialen Profil, der seine Akzente, beispielsweise in der Vergangenheit beim Thema Rente mit 67 Jahren, nun noch besser einbringen kann.

Gegenüber den Äußerungen der Landes-CDU zeigen sich die Jusos empört. Doch es lohnt sich nicht viele Worte zu verlieren. Die CDU RLP zeigt sich nun nicht nur führungslos, sondern auch niveaulos.“

 

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