MAINZ/ERFURT. Bei den Jusos in Thüringen und Rheinland-Pfalz traf der neueste Vorstoß des Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, CDU, Jugendlichen Schusswaffen nun im Zuge einer europäischen Rechtsvereinheitlichung wieder ab 18 Jahren zugänglich zu machen, auf wenig Gegenliebe.
„Nach den schrecklichen Ereignissen, die sich an einem Gymnasium in Erfurt abgespielt haben und 18 Menschen das Leben gekostet hatten, war es nur richtig, die Altersgrenze zum Waffenbesitz auf 21 Jahre festzulegen. Auch jetzt gibt es keinen Grund, diese Grenze nach unten zu korrigieren.“, so Peter Metz der Landesvorsitzende der Jusos in Thüringen. Seine rheinland-pfälzische Kollegin Sonja Pellin pflichtet ihm bei: „Es ist gut, dass diese Vorschläge nun wieder vom Tisch sind. Dass sie so schnell in der Versenkung verschwunden sind, wie sie am Montag auftauchten, ist vor allem Kurt Beck zu verdanken, der sich mit Nachdruck gegen eine Änderung ausgesprochen hat. Das zeigt, welchen Einfluss der SPD-Parteichef in der Großen Koalition hat.“
Veröffentlicht von jusos-rlp - solidarisch, menschlich, links am 12.11.2007
